Willkommen bei der Ingenium-Stiftung Ingolstadt!

Die Ingenium-Stiftung Ingolstadt hat sich zum Ziel gesetzt, die Lebensqualität von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen zu verbessern. Als operativ tätige Stiftung erreichen wir unsere Ziele besonders durch die Entwicklung und Umsetzung von Projekten, wie zum Beispiel

  • Demenz im Krankenhaus
  • wissenschaftliche Veranstaltungen, z.B. der Fachtag zu aktuellen Fragestellungen im Bereich Demenz - in Kooperation mit der Alzheimer Gesellschaft Ingolstadt e. V.
  • Konzeption und Errichtung einer Spezialeinrichtung für Menschen mit Demenz, dem Danuvius Haus im Zentrum der Ingenium-Stiftung in der Blücherstraße
  • die beiden Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz sowie
  • das Betreute Wohnen in der Neidertshofener Straße (Westlich Westpark) in Ingolstadt

21. September: Welt-Alzheimertag

Weltweit sind etwa 35 Millionen Menschen von Demenzerkrankungen betroffen, zwei Drittel davon in Entwicklungsländern. Bis 2050 wird die Zahl besonders in China, Indien und Lateinamerika auf voraussichtlich 115 Millionen ansteigen.

Um die Öffentlichkeit auf die Erkrankung und Situation der Alzheimer-Betroffenen und ihrer Angehörigen aufmerksam zu machen, wurde von Alzheimer’s Disease International und der WHO am 21. September 1994 erstmalig der Welt-Alzheimertag ins Leben gerufen. Seitdem finden auf der ganzen Welt jedes Jahr am 21. September verschiedenste Aktivitäten statt.

Das Motto für den Welt-Alzheimertag und die Woche der Demenz 2016 (vom 19. bis 25. September) in Deutschland lautet  "Jung und Alt bewegt Demenz".

In Deutschland organisieren örtliche Alzheimer-Gesellschaften, Selbsthilfegruppen und Stiftungen jedes Jahr eine Reihe von regionalen Veranstaltungen.

Auch die Alzheimer-Gesellschaft Ingolstadt sowie die Ingenium-Stiftung führen aus diesem Anlass am 21. September Aktionen durch:

9.30 Uhr bis 13 Uhr:

Infostand

Die Ingenium-Stiftung bietet allen Interessierten verschiedenste Informationen rund um das Thema Demenz und die Möglichkeit zur kostenlosen Beratung

Ort: vor der Sparkasse Ingolstadt am Rathausplatz

 

18:30 Uhr:

Vortrag

Ist Alzheimer auch eine Zivilisationserkrankung? - Die Ergebnisse der finnischen FINGER-Studie zur Prävention

Referent: Dr. Winfried Teschauer

Im Bereich der Grundlagenforschung zur Entstehung und Behandlung von Alzheimer und anderen Demenzerkrankungen werden zurzeit kaum spektakuläre Ergebnisse berichtet. Umso interessanter sind Forschungen, die sich mit der Prävention von Demenzkrankheiten beschäftigen. Die in Finnland durchgeführte FINGER-Studie zeigt, dass gerade auch Faktoren wie Übergewicht, Bluthochdruck und Bewegungsmangel – also Faktoren die mit Zivilisationskrankheiten verbunden sind - eine Rolle bei der Demenzentstehung spielen.

Einlass: ab 18 Uhr                               Der Eintritt ist kostenlos.

Ort: Zentrum der Ingenium - Stiftung, Alzheimer Gesellschaft Ingolstadt e.V., Eingang Fauststraße 5, 85051 Ingolstadt

Neue Kurse für Angehörige und Freunde von Demenzkranken sowie für ehrenamtliche Helferinnen und Helfer - Start ab 6. Oktober 2016

Die Alzheimer Gesellschaft Ingolstadt e.V. und die Ingenium-Stiftung Ingolstadt bieten im Herbst erneut einen Kurs für Angehörige von Menschen mit Demenz (Start: 8. Oktober 2016) sowie für ehrenamtliche Helferinnen und Helfer (Start: 13. Oktober 2016) an. Beginn ist jeweils um 18 Uhr. Beide Kurse enden gemeinsam am 17. Dezember 2016. An insgesamt elf Schulungstagen werden wichtige Inhalte rund um das Thema „Demenz“ behandelt.

Veranstaltungsort sind die Räume der Alzheimer Gesellschaft Ingolstadt im Zentrum der Ingenium-Stiftung, Fauststraße 5 in Ingolstadt.

Ziel der Schulung ist es, neben einem fundierten Wissen über Entstehung, Verlauf und Behandlung der Erkrankung auch unterschiedlichste Handlungsstrategien zu vermitteln.

So werden neben rechtlichen Fragestellungen u.a. auch Biografiearbeit und Kommunikation,  wertschätzender Umgang, Berührungen, Tod und Sterben behandelt.

Auch Möglichkeiten zur persönlichen Entlastung - sowohl für Angehörige als auch für Helfer - werden im Kurs behandelt.

Für eine Anmeldung oder weitere Informationen wenden Sie sich bitte an die

Alzheimer-Gesellschaft Ingolstadt:

Telefon: 0841/8817732 bzw. Internet: www.alzheimer-gesellschaft-ingolstadt.de

Ausstellung "Kinder und Demenz" im Foyer der Sparkasse am Rathausplatz (16. September bis 5. Oktober 2016)

Die junge Künstlerin Magdalena Grillhiesl gemeinsam mit den Veranstaltern Michael Gaßner (Sparkasse) und Mathilde Greil (Ingenium-Stiftung) sowie Bürgermeister Mißlbeck (rechts) - Fotografin: Brigtte Schmidt

Kinder und Demenz, das scheint auf den ersten Blick überhaupt nicht zusammenzupassen.

Die große Resonanz auf das Kinderbuch „Der Fuchs, der den Verstand verlor“ von Martin Baltscheit, die Bearbeitung als Kinderoper durch das Theater Ingolstadt oder der Film „Honig im Kopf“ von Til Schweiger bezeugen eindrucksvoll, dass das nicht stimmt. Denn mit der Zahl der Erkrankten steigt auch die der Kinder und Jugendlichen, die miterleben, dass ihre Oma oder ihr Opa sich verändern.

Die Ingenium-Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, die Situation und Lebensqualität von Men­schen mit Demenz und ihrer Angehörigen zu verbessern. Deshalb liegt es uns sehr am Her­zen, darauf aufmerksam zu machen, wie wichtig gemeinsame Stunden mit Oma und Opa für die Erlebniswelt der Kinder und den familiären Zusammenhalt sind. Wir sehen uns dabei durchaus als Sprachrohr für die Kinder und Jugendlichen, die ebenso wie die Erwachsenen erst lernen müssen, mit den Veränderungen um sie herum umzugehen, jedoch ohne über de­ren Hintergrundwissen und Sachverstand zu verfügen.

Kleinere Kinder können geistig oft noch nicht erfassen, was  die Veränderungen bedeuten und reagieren auf Demenzkranke daher spontan und emotional: neugierig, offen, situa­tions­gebunden und meist sehr direkt. Sie sprechen aus, was die Erwachsenen sich nicht sagen trauen oder bringen sie in schwierigen Situationen zum Lachen.

Jugendlichen dagegen ist  eine vergessliche Oma, die immer das Gleiche fragt oder ein Opa, der beim Essen einen Latz und gegen Inkontinenz Windeln tragen muss, total peinlich. Sie ha­ben meist panische Angst, dass jemand aus ihrer Clique das bemerken und sie vor den an­de­ren oder in sozialen Netzwerken lächerlich machen könnte. Sie werden auch mit ihren Eltern kaum darüber sprechen, da sie ja jeden Tag miterleben, dass diese mit der Situation genauso überfordert sind und ziehen sich daher häufig zurück.

Gemeinsame Unternehmungen mit Oma und Opa sind besondere Momente, die man nie im Leben vergisst. Ganz egal, ob dies Spaziergänge im Wald oder Zoo, Basteln, Malen, Musi­zie­ren, Lesen, die Gartenarbeit  oder der Radlausflug zum Erdbeerfeld waren. Vieles davon ist Gott sei Dank auch dann noch möglich, wenn das Augenlicht oder das Gehör schlechter werden, Knochen und Gelenke nicht mehr ganz so belastbar sind wie früher oder auch wenn eine Demenz diagnostiziert wird.

Viele der Bilder, die Sie hier in der Ausstellung sehen  werden, sind ein gutes Beispiel dafür: der Aufenthalt in Omas Haus, gemeinsames Kochen, Fischen oder Spielen. Aber auch Behin­de­rung und die Erinnerung an einen geliebten, verstorbenen Menschen werden in den Zeich­nungen ausgedrückt

Kreative Beschäftigung ist daher eine ideale Möglichkeit für Kinder und Jugendliche, ihre Gefühle auszudrücken und Erlebnisse zu verarbeiten. Musik zu machen, Theater zu spielen, et­was zu basteln oder auf der Werkbank herzustellen, zu lesen und zu malen, hilft ihnen da­bei, Ratlosigkeit, Angst, Zorn oder Trauer zu verarbeiten und ist daher ein wichtiges Ventil.

Wir haben uns zur Aufgabe gemacht, sie auf ihrem Weg ein Stück zu begleiten und in dieser schwierigen Lebenssituation zu unterstützen. Durch Projekte in Schulen und Kindergärten, Mal- und Bastelaktionen, Vorträge, Workshops und Ausstellungen möchten wir Jugendliche, Eltern, Schulen und Einrichtungen sensibilisieren und Anregungen zu einem altersgerechten Um­gang mit der Erkrankung geben.

Impressionen von der Vernissage am Donnerstag, 15. September 2016:

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