Willkommen bei der Ingenium-Stiftung Ingolstadt!

Die Ingenium-Stiftung Ingolstadt hat sich zum Ziel gesetzt, die Lebensqualität von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen zu verbessern. Als operativ tätige Stiftung erreichen wir unsere Ziele besonders durch die Entwicklung und Umsetzung von Projekten, wie zum Beispiel

  • Demenz im Krankenhaus
  • wissenschaftliche Veranstaltungen, z.B. der Fachtag zu aktuellen Fragestellungen im Bereich Demenz - in Kooperation mit der Alzheimer Gesellschaft Ingolstadt e. V.
  • Konzeption und Errichtung einer Spezialeinrichtung für Menschen mit Demenz, dem Danuvius Haus im Zentrum der Ingenium-Stiftung in der Blücherstraße
  • die beiden Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz sowie
  • das Betreute Wohnen in der Neidertshofener Straße (Westlich Westpark) in Ingolstadt

Wenn das Verhalten zur Herausforderung wird - Gemeinsamer Fachtag von Ingenium-Stiftung und Alzheimer Gesellschaft Ingolstadt e.V. am Samstag, 9. April 2016

Zum Thema des Fachtags:

Menschen, die an einer Demenz leiden, ziehen sich im Verlauf der Erkrankung immer mehr in eine eigene Welt zurück. Obwohl wir ihnen als Familienmitglied, Freund, Nachbar oder Pflegekraft oftmals schon viele Jahre vertraut sind, fällt es uns doch zunehmend schwerer, ihnen dorthin zu folgen. Manche der Reaktionen und Verhaltensweisen der Betroffenen können wir nur mit Mühe oder gar nicht nachvollziehen.

Die Verständigung wird schwieriger, je mehr die kognitiven Einschränkungen zunehmen. Aber ganz unabhängig davon, ob wir sie als ängstlich, aggressiv oder ablehnend inter-pretieren, sie bedeuten im­mer den Wunsch mit uns zu kommunizieren und stellen nicht selten einen Hilferuf dar. Der Mensch mit Demenz findet sich in unserer Welt nämlich ebenso wenig zurecht wie wir in seiner­ und möchte auf sich und seine Probleme aufmerksam machen. Es ist ihre oder seine Art, Gefühle wie Angst, Wut oder Schmerz bzw. Bedürfnisse wie Hunger, Durst oder den Wunsch nach Wärme auszudrücken. Und für uns ist dies manchmal die einzige Möglichkeit, den Kontakt zu den Be­troffenen noch aufrechtzuerhalten.

Daher müssen wir lernen, aus diesen Verhaltensweisen die Informationen herauszulesen, die uns der Demenzkranke mitteilen will. Das ist nicht einfach, oft sogar eine Herausforderung - aber durchaus machbar.

Der Fachtag bot allen Interessierten die Möglichkeit zu erfahren, wie „herausforderndes Verhalten“ entsteht, was sie tun können, damit eine solche Kommunikation erfolgreich ist und das tägliche Miteinander für beide Seiten - Betroffene und Pflegende - erleichtert. Denn Fachleute  aller wichtigen Versorgungsbereiche haben dazu aus ihrem Umfeld berichtet.

Aufgrund des großen Interesses waren einige Referenten freundlicherweise damit einverstanden, dass ihre Präsentationen auf unserer Homepage veröffentlicht werden. Wir weisen jedoch ausdrücklich darauf hin,  dass die Folien urheberrechtlich geschützt sind und nicht zu Vorträgen oder sonstigen Veröffentlichungen in jeglicher Form verwendet werden dürfen.

 

Prof. Dr. rer. nat. Winfried Teschauer - Einführung in das Thema

Dipl.- Biologe, Gerontologe, M. Sc.

Wissenschaftlicher Leiter der Ingenium-Stiftung

Vertretungsprofessur Lehrstuhl für Pflegewissenschaft, Katholische Universität Eichstätt-Ingolstadt

Prof. Teschauer befasst sich im Bayerischen Modellprojekt „Menschen mit Demenz im Akutkrankenhaus“  v.a. mit herausfordernden Verhaltensweisen.

Teschauer_Einführung.pdf
PDF-Dokument [1.2 MB]

Eckehard Schlauß - Akutkrankenhaus als „window of opportunity“ für nachhaltige Demenzbehandlung    

Altenpfleger und Dipl.-Gerontologe am Evangelischen Krankenhaus Königin Elisabeth Herzberge gGmbH.

Im Rahmen seines Engagements für ein „demenzsensibles Krankenhaus“ arbeiten er und seine Kollegen daran, ein spezielles Demenz-Delir-Management im Krankenhaus zu etablieren. Dafür erhielten sie den Innovationspreis 2014 der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psycho-therapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN).

Beate Fröhlich - „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten …“- Verhalten, das uns herausfordert bei Menschen mit Demenz

Heimleitung im Danuvius-Haus (Spezialeinrichtung für Menschen mit Demenz im Zentrum der Ingenium-Stiftung).

Ihr ist wichtig, ein Umfeld zu gestalten, das sich an den Bedürfnissen von MmD orientiert und Pflegekräften professionelle Unterstützung und Weiterbildungsmöglichkeiten zu bieten.

Sie ist Mitglied der Expertengruppe Demenz30plus und des Expertenkreises am DNQP, die den Expertenstandard „Pflege von Menschen mit Demenz“ entwickelt.

Jutta Lodekke - Herausforderndes Verhalten in der ambulanten Pflege

Als Pflegedienstleitung der Caritas-Sozialstation Ingolstadt e.V. verantwortet sie Angebote im ambulantem Pflege-dienst, beim Gesprächskreis für Angehörige, der Tagespflege sowie der stundenweisen  ehrenamtlichen Betreuung.

Ewa Meier - Demenz und ihre verschiedenen Gesichter- Wie Angehörige mit veränderten Verhaltensweisen im Alltag umgehen

Master of Arts (M.A), Postgraduate Studies in Adult Education, Dipl.-Sozialpädagogin (FH)

Angehörigenberaterin bei der Alzheimer Gesellschaft Ingolstadt e.V.

Sie kennt die herausfordernden Verhaltensweisen im häuslichen Umfeld aus langjähriger Beratungstätigkeit.

Andrea Thanheiser - Der Umgang mit herausfordernden Verhaltensweisen in der ambulanten und stationären Versorgung - Voraussetzungen, Möglichkeiten und Grenzen

examinierte Altenpflegerin und Angehörigenberaterin bei der  Alzheimer Gesellschaft Ingolstadt e.V.

Unser Imagefilm

Unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende

Hier können Sie direkt online unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen (kostenloses PayPal-Konto nötig)

Auch schon mit einer kleinen Spende über 5 € helfen Sie uns weiter.

Natürlich können Sie uns Ihre Spende auch auf dem klassischen Weg zukommen lassen. Genaueres finden Sie hier.