Die Ingenium-Stiftung ist eine in Wissenschaft und Selbsthilfe hervorragend vernetzte, außer­universitär wissenschaftlich tätige Organisation, die de facto als gerontologisches Institut fungiert. Die Stiftung greift seit ihrer Gründung wichtige Themenbereiche der Versorgung wie z.B. Demenz im Krankenhaus, Her­ausforderndes Verhalten, Umgebungs­gestaltung, Migra­tion, Digitalisierung, seltene Demenzer­kran­­kungen, Prävention oder ethische Fragestellungen auf und entwickelt deren praktische Umsetzung in Projekten mit verschiedenen wichtigen Kooperationspartnern. Die Ingenium-Stiftung betrachtet die Herausforderungen dabei immer auch aus dem Blickwinkel der Menschen mit Demenz (MmD) und de­ren Angehöriger. Denn wir haben uns zum Ziel gesetzt, die Lebensqualität von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen zu verbessern.

In der Rubrik Was wir machen finden Sie eine ausführliche Darstellung unserer Arbeitsweise und der wissenschaftlichen Projekte, die wir bereits umgesetzt haben, die wir aktuell bearbeiten und die wir für die Zukunft planen.

The Ingenium Foundation is a non-university scientific organization well connected in science and self-help and de facto acting as a gerontological institute. Since the beginning of its work the foundation has been addressing important topics related to dementia like people with dementia in acute hospital, challenging behaviour, landscaping, migration, digitalization, rare dementias, prevention or ethical issues, developing the practical implementation in projects with various important cooperation partners. The Ingenium Foundation always considers these challenges from the perspective of the  people with dementia and their relatives, too, as our primary goal is enhancing their quality of life.

The Ingenium Foundation was established in 2004 by the generous couple of donors Helmut and Mathilde Greil and their daughter Doris Bark-Greil. At this time Helmut Greil was already suffering from Alzheimer´s disease for some years. Thus the idea was born to put up a nursing home specifically  tailored to the needs of people with dementia in Ingolstadt, Bavaria. This work was the nucleus of the foundation´s scientific development especially  disseminating  evidence-based methods of nursing and caring of people with dementia. Ingenium is working closely with the German Alzheimer Association as well as the Alzheimer Association of Bavaria.

A detailed presentation of our way of working and of our scientific projects can be found under: Was wir machen.

Gegen das Vergessen:

Ingenium-Stiftung beteiligt sich am Welt-Alzheimertag am 21.09.2019

Es ist eine unvorstellbare Zahl: Etwa 46 Millionen Menschen sind weltweit von Demenz betroffen. Bis 2050 wird die Zahl nach aktuellen Schätzungen auf voraussichtlich 131,5 Millionen ansteigen. In Deutschland sind rund 1,7 Millionen Menschen betroffen. Um auf diese Erkrankung aufmerksam zu machen und zu sensibilisieren, findet jedes Jahr am 21. September der Welt-Alzheimertag mit vielen Aktionen statt. In Ingolstadt starten an diesem Tag viele Läuferinnen und Läufer beim „Lauf gegen das Vergessen“. 

 

Im Zuge des Welt-Alzheimertages präsentiert sich die Ingenium-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Alzheimer Gesellschaft Ingolstadt im Klenzepark beim Exerzierhaus unter anderem mit einem Test zur Alltagstauglichkeit. „Dieser Test dient nicht dazu, eine Demenz festzustellen, sondern um zu sehen, wie gut Senioren und Seniorinnen noch in der Lage sind, Alltagssituationen eigenständig zu meistern,“ so Christina Derr, die wissenschaftliche Leiterin der Stiftung. „Der Test besteht aus verschiedenen Übungen, die Aufschluss darüber geben sollen, wie es um die eigene Fitness, Kraft und das Gleichge-wicht bestellt ist. Denn genau diese Kraft- und Gleichgewichtsfähigkeit ist vor allem im Alter wichtig, um sich sicher im Alltag zu bewegen.“

 

So geht es beim Fitnesstest zum Beispiel darum, ohne sich festzuhalten für zehn Sekunden die Balance zu halten. Schwieriger wird die gleiche Aufgabe, wenn die Füße nicht mehr eng nebeneinander oder hüftbreit auseinander, sondern versetzt voreinander stehen. Wer diese Übungen mit Bravour meistert, kann im Anschluss noch seine Kräfte messen, wenn es darum geht, mit ineinander verschränkten Armen ohne fremde Hilfe von einem Stuhl aufzustehen.

 

Klangkissen verschaffen Ruhepausen vom Alltag

 

Nach so viel körperlicher Anstrengung helfen die Klangkissen, die in den Wohngemeinschaften der Ingenium-Stiftung zum Einsatz kommen, den fleißigen Sportlern zur Ruhe zu finden. Diese Kissen wurden ursprünglich speziell für an Demenz erkrankte Menschen entwickelt, kommen mittlerweile aber in vielen Lebensbereichen zum Einsatz. Die Handhabung ist denkbar einfach, denn die Kissen werden mittels Berührung zum Leben erweckt. Einmal aktiviert, vibrieren die Kissen gleichmäßig und spielen beruhigende Klänge.

 

„Inseln der Erinnerung“ soll sensibilisieren

 

Bei den weltweit 46 Millionen an Demenzerkrankungen leidenden Menschen verblassen die Erinnerungen nach und nach, zurück bleibt oft nur noch Leere. Für Außenstehende ist dies oft unvorstellbar. Die Präsentation „Inseln der Erinnerung“ setzt genau an diesem Punkt an. Die wechselnden Fotos beschreiben anschaulich die Situation von Demenzkranken: Vertrautes und Erlebtes versinkt im Meer des Vergessens. Fixpunkte wie Erinnerungen an Gerüche, Lieder, vertraute Tätigkeiten und Gefühle wirken wie ein Anker. Dabei spielen ein wertschätzender Umgang und die richtige Umgebung eine große Rolle und könne so den Betroffenen wieder ein Stück Lebensqualität zurückbringen. „Uns geht es in erster Linie darum, auf die Situation der Demenzkranken aufmerksam zu machen und Verständnis zu wecken. Entgegen der leider weit verbreiteten negativen Meinung - die können sowieso nichts mehr - zeigen die Bilder, dass Demenzkranke sehr wohl noch Ressourcen und Möglichkeiten haben und somit trotz ihrer Erkrankung ein glückliches Leben führen können,“ so Christina Derr.

 

Der Aktionstag im Klenzepark beginnt am 21. September um elf Uhr, der Eintritt ist frei.

Dank "Vorweihnacht der guten Herzen" des Donaukurier:

Klangkissen ermöglichen Kommunikation ohne Worte

Viele Demenzkranke ziehen sich aus Scham zurück, wenn das Gedächtnis nachlässt und die Erinnerungen immer mehr verblassen. Zurück bleiben oftmals einsame, alte Menschen, denen eins vor allem fehlt: Kommunikation. Und Nähe. Dank einer Spende der Aktion „Vorweihnacht der guten Herzen“ des Donaukurier müssen die Bewohner der Wohngemeinschaften der Ingenium-Stiftung Ingolstadt nicht auf Kommunikation verzichten, auch wenn ihnen die Worte fehlen.


"Wir bemerken es immer wieder: Vielen Demenzkranken fällt es schwer, zur Ruhe zu kommen", erklärt Mathilde Greil, die Vorstands-vorsitzende der Ingenium-Stiftung. "Ihnen schwirren unwahrscheinlich viele Dinge im Kopf rum - sie können diese nur leider aufgrund der Krankheit nicht mehr mit anderen Menschen teilen, weil sie sich nicht mehr entsprechend artikulieren können. Das führt zu einer starken inneren Unruhe, die sich wiederum negativ auf den Alltag unserer Bewohner auswirkt".
Abhilfe schaffen jetzt speziell für Menschen mit dementiellen Symptomen entwickelte Klangkissen na-mens inmu. Inmu steht dabei für "interactiv music", also sanfte Klänge und angenehme Vibrationen.


Studien belegen Wirksamkeit


Aktuellen Studien zufolge verbessere das Klangkissen die Lebensqualität spürbar: 66 Prozent der Pro-banden gaben an, dass sie nach der vierwöchigen Testphase deutlich mehr Ruhe verspürt und besser geschlafen haben. Darüber hinaus habe sich laut Studie die Anzahl der Konflikte bei der täglichen Pflege verringert, auch die Angstzustände hätten sich verbessert. Auf ähnliche Ergebnisse hoffen auch die Verantwortlichen bei der Ingenium-Stiftung.

 

Sozialpädagogin Maria Hackl (Mitte) übergibt den Bewohnern der Wohngemeinschaften ihre Klangkissen.
(v.l. Antonia Ledl, Christian Ledl, Maria Hackl, Peter Kutsch, Heinz Kutsch)

 

"Wir sind froh und dankbar zugleich, dass wir diese noch vergleichsweise junge Technologie dank der Spende in unseren Wohngemeinschaften zum Einsatz bringen können", so Maria Hackl, Sozialpädagogin bei der offiziellen Übergabe. "Zwei Klangkissen sorgen künftig dafür, dass unsere Bewohner auch weiterhin das Gefühl von Nähe verspüren und sich auf ihre ganz eigene Art und Weise verständigen können."


Die Handhabung ist denkbar einfach - sowohl für pflegende Angehörige als auch für ältere Menschen. Aktiviert wird das Klangkissen bereits durch eine leichte Berührung - und dazu verleitet bereits die angenehme Form des inmu's.


Made in Dänemark


Erfunden wurde die inmu-Technologie von dem Gründerpaar Anders Hansen und Toni Marquart. Ge-meinsam mit ihrem Team, das aus Ingenieuren, Komponisten und der Textildesignerin Emilie Dissing Wiehe besteht, treiben sie seit 2017 die Weiterentwicklung des inmu voran. Das Interesse an der Ver-besserung der Lebensqualität ergab sich durch die persönlichen familiären Erfahrungen mit dem Krankheitsbild Demenz.


Interessierte können sich die Klangkissen am Welt-Alzheimertag am 21. September am Stand der Ingenium-Stiftung im Ingolstädter Klenzepark von 11 bis 16 Uhr ansehen.

Ingenium-Stiftung arbeitet an einem neuen Forschungsprojekt:

„Menschen mit frontotemporaler Demenz in Bayern“

Jeder von uns kennt diese Tage, wo man verzweifelt auf der Suche nach dem richtigen Wort ist. Sind diese Tage selten, besteht kein Grund zur Besorgnis. Wenn diese Tage aber immer häufiger werden und sich zudem auch das Sozial­ver­halten und die Persönlichkeit einer betroffenen Person deutlich verändern, sollte das Umfeld hellhörig werden.

 

Ein Arztbesuch ist dringend notwendig, um die Ursache für das veränderte Verhalten abzuklären. Es könnte sein, dass eine Demenz vom seltenen Typ „Frontotemporale Demenz (FTD)“ vorliegt. Bei einem Großteil der Betroffenen tritt die Erkrankung bereits vor Eintritt in das Rentenalter auf.

 

Für das Umfeld, insbesondere die Angehörigen, stellt diese Aus­prägung der Demenz eine kaum zu bewältigende Belas­tung dar.

 

Die Ingenium-Stiftung arbeitet aktuell unter der Federführung der Gerontologin Christina Derr an einem Projekt, welches das Versorgungsangebot für Menschen mit Frontotemporaler De­menz (FDT) in Bayern in ambulanter und stationärer Umgebung erfassen und verbessern soll.

 

Mehr dazu lesen Sie hier...

Ingenium-Stiftung stellt Weichen für die Zukunft:

Neuer Vorstand hat sich viel vorgenommen

Rund 1,7 Millionen Menschen sind in Deutschland aktuell an Demenz erkrankt, Tendenz steigend. Denn Jahr für Jahr treten mehr als 300.000 Neuerkrankungen auf. Infolge der demografischen Veränderungen kommt es zu weitaus mehr Neuerkrankungen als zu Sterbefällen unter den bereits Erkrankten. Aus diesem Grund nimmt die Zahl der Demenzkranken kontinuierlich zu.


„Allein in der Region Ingolstadt leben rund 12.000 Menschen, die die Diagnose Demenz bekommen haben. Genau für diese Menschen und ihre Angehörigen wollen wir mit unseren Beratungs- und Hilfsangeboten da sein“, erklärt die Vorsitzende der Stiftung Mathilde Greil. Diese Hilfe hat unterschiedliche Gesichter. Angefangen bei Informationsveranstaltungen über Forschung bis hin zur Möglichkeit des betreuten Wohnens.


Mit Blick auf die künftigen Herausforderungen und um die aktuellen Projekte noch schneller vorantreiben zu können, hat sich die Ingenium-Stiftung jetzt neu aufgestellt. „Wir haben die Weichen für die Zukunft gestellt – sowohl in personeller als auch finanzieller Hinsicht. Ich freue mich verkünden zu dürfen, dass die Stiftung schuldenfrei ist. Das gibt uns die Möglichkeit, uns weiter intensiv in der Forschung zu engagieren und unser Schulungsangebot auszubauen“, so Mathilde Greil. Neben der 81-jährigen Ingolstädterin als Vorsitzende wirken nun die Unternehmerin Deniz Türedi als stellvertretende Vorsitzende sowie der Unternehmer Oskar Platzer im Vorstand mit.

 


Angebote sollen erweitert werden


Deniz Türedi ist es wichtig, die aktuellen Projekte der Stiftung weiter voranzutreiben und in der Region zu etablieren. „Wir werden uns intensiv mit dem Ausbau unserer Weiterbildungsprogramme beschäftigen“, so die 45-Jährige. „Es ist ganz wichtig, dass sowohl Fachpersonal als auch die Pflegekräfte in Kliniken oder ambulanten Pflegediensten sowie Angehörige, die zu Hause die Pflege übernehmen, auf dem neuesten Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse sind“.


Für Deniz Türedi war es keine schwere Entscheidung, sich im Vorstand der Stiftung zu engagieren. Sie selbst hat als Angehörige das lange Leiden ihrer an Alzheimer erkrankten Oma miterlebt. „Ich konnte von Deutschland aus nicht viel für meine Oma tun. Es hat mich bei jedem Besuch schwer getroffen, wenn sie mich nicht mehr erkannt hat“, so Türedi. „Mit meiner Arbeit für die Stiftung kann ich jetzt etwas zurückgeben. Ich werde viel lernen und freue mich auf die Zusammenarbeit mit einem sehr kompetenten Team.“


Unterstützung für Angehörige und ehrenamtlich Tätige

 

Ein Angebot der Ingenium Stiftung ist der im Auftrag der Alzheimer Gesellschaft Ingolstadt seit 2004 regelmäßig stattfindende elftägige Kurse für pflegende Angehörige und ehrenamtlich Tätige, die vom Staatsministerium für Gesundheit und Pflege anerkannt werden. In diesen Kursen erfahren die Teil-nehmer, wie Alzheimer oder Demenz Erkrankte ihre Umwelt wahrnehmen und lernen so, richtig zu
reagieren. Die ehrenamtlich Tätigen werden bei der Betreuung sowohl in den wöchentlich stattfindenden Treffen der Demenzkranken als auch im häuslichen Einsatz gebraucht, um die Angehörigen zu entlasten. Am Ende des Kurses wird den Teilnehmern ein Zertifikat ausgehändigt. „Demenz ist eine Krankheit, die sich auf die ganze Familie bzw. das Umfeld des Betroffenen auswirkt. Aufgabe der Ärzte ist es, sich um den Erkrankten zu kümmern, dafür zu sorgen, dass er bestmöglich behandelt wird. Um die Angehörigen kümmern wir uns. Genauso ist es uns besonders wichtig, professionell Pflegende entsprechend zu schulen“, fügt Türedi hinzu.


Die wissenschaftliche Leiterin Christina Derr gibt bereits jetzt regelmäßig Unterricht an Einrichtungen für Fort- und Weiterbildung im sozialen Bereich in Ingolstadt.


Entwicklung eines Leitfadens

 

„Natürlich legen wir auch einen großen Wert auf unsere wissenschaftliche Arbeit,“ so Oskar Platzer. „Hier läuft aktuell unter der Federführung von unserer wissenschaftlichen Mitarbeiterin und Gerontologin Christina Derr ein interessantes Projekt. Im Rahmen einer Versorgungsforschung zur frontotemporalen Demenz, die als eine mögliche Ursache von Demenz bei Patienten unter 65 Jahren gilt, soll ein Leitfaden für die bestmögliche Versorgung erstellt werden. Das dreijährige Projekt wird unter anderem vom Staatsministerium für Gesundheit und Pflege gefördert.“


Oskar Platzer aus Ingolstadt gehört nun ebenfalls zum Vorstand der Ingenium Stiftung. Er will sich dafür einsetzen, dass für an Demenz erkrankte Menschen mehr getan wird. „Die Menschen haben Angst über das Thema zu sprechen. Unsere Aufgabe ist es, mehr darüber zu kommunizieren, damit leichter über das Thema gesprochen wird“, so der 64-jährige Unternehmer. „Wir dürfen die Menschen nicht vergessen, nur weil sie vergessen.“ Persönlich ist es Oskar Platzer wichtig, seine Erfahrungen in die Stiftung einzubringen. „Wenn Sie zusehen müssen, wie dramatisch es ist, wenn an Demenz erkrankte Menschen selbst feststellen, dass sie vergessen zu sprechen, kommen Sie automatisch zum Schluss, dass sich unsere Gesellschaft diesem Thema stellen muss. Krankheit und Tod gehören zum Leben dazu.


Zusammenarbeit mit der AOK Bayern


In den kommenden Wochen und Monaten soll auch die Kooperation mit der AOK Bayern und dem Landesverband Bayern der Alzheimer Gesellschaft fortgesetzt werden. Bei der „Schultour“ werden Kinder und Jugendliche für das Thema Demenz sensibilisiert. So soll auch ihnen mehr Verständnis für Betroffene vermittelt werden. In der Region haben bereits die staatliche Realschule am Keltenwall in Manching und die Freiherr-von-Ickstatt-Realschule in Ingolstadt teilgenommen.


Stiftungsbeirat neu besetzt


Dem Vorstand steht ein Stiftungsbeirat zur Seite, der zum Teil neu besetzt wurde. Ihm gehören Dekan Prof. Dr. Stefan Schieren, die Stadträtin Simona Rottenkolber, die Kabarettistin Maxi Grabmaier, der Geriater Albrecht Kühnle und der Rechtsanwalt Peter Lutz an.

Förderung der Bürgerstiftung Ingolstadt für

einen Seniorenausflug der Ingenium-Stiftung

Die Mieter des Betreuten Wohnens der Ingenium-Stiftung und der ambulant betreuten Wohngemeinschaften hatten sich den Ausflug schon lange herbeigesehnt. Auf Wunsch der Senioren sollte es zum Kloster Weltenburg gehen. Die Freude war groß, dass wir dieses Mal mit einem „echten (Klein-) Bus“ unterwegs sein würden. Am 24. Juni 2019 war es dann endlich soweit. Bei strahlendem Sonnenschein ging es mit dem Bus nach Kelheim und von dort aus per Schiff durch den idyllischen Donaudurchbruch nach Weltenburg. Die teils gehbehinderten Senioren genossen es sehr, die Landschaft bei einen kühlen Getränk ganz bequem von Schiff aus genießen zu können. Nachdem sich alle im Biergarten der Klosterschenke gestärkt hatten, erfuhren wir in einer kurzen Kirchenführung allerhand Wissenswertes über die Klosterkirche St. Georg.

Dann ging es per Schiff wieder zurück nach Kelheim. Die „Ludwigsbahn“, ein Minizug, wartete schon auf uns und brachte uns direkt von der Anlegestelle aus zur Befreiungshalle. Quer durch die Altstadt von Kelheim ging es steil bergan, die Stimmung an Bord war trotz der hochsommerlichen Temperaturen bestens. Wir wurden mit einen tollen Blick ins Tal, außergewöhnlich interessanter Architektur und - nicht unerheblich – Abkühlung im Inneren der Befreiungshalle belohnt. Mit einem Stück Kuchen, Eis oder einem erfrischenden Getränk und vielen anregenden Gesprächen, garniert mit einem wunderschönen Blick auf die Befreiungshalle, ließen wir den Tag ausklingen, bevor uns der Bus nach Ingolstadt zurückbrachte.

Auch wenn der Ausflug für den ein oder anderen Senior anstrengend war, waren sich alle einig, dass es ein sehr gelungenen Tag war, den keiner missen möchte.  Es gab viele Gelegenheiten für Gespräche, man konnte miteinander lachen, die wundervolle Natur des Naturparkes genießen, Kultur „tanken“, es gab kulinarische Genüsse… daran werden sich die Teilnehmer noch lange erinnern. Für die Senioren stand schon bei der Rückkehr fest, dass sie gerne wieder einmal so einen Ausflug machen wollen. Alle sind sehr froh und dankbar, dass die Bürgerstiftung Ingolstadt diesen Ausflug mit ihrer großzügigen Spende möglich gemacht hat.

 

Bericht: M. Hackl

DAHEIM STATT HEIM

Wohnen mit Demenz - mehr Selbstständigkeit, Lebensqualität und Sicherheit

Fachtag am Samstag, 16.03.2019, 9:00 – 14:30 Uhr in der Volkshochschule Ingolstadt

Foto: AdobeStock_202393720

Die Betreuung und Begleitung eines Menschen mit Demenz in der eigenen Häuslichkeit wird erheblich erleichtert, wenn die Wohnung und ihre Ausstattung auf die besonderen Anforderungen und Bedürfnisse dieses Menschen ausgerichtet sind. Dabei sollen die eigenen vier Wände ein angenehmes und wohnliches Zuhause bleiben und zum Wohlbefinden und zur Lebensqualität beitragen.
Erklärtes Ziel gerade auch vieler pflegender Angehöriger ist es, die Selbstständigkeit des Erkrankten möglichst lange zu erhalten. Gleichzeitig sollte eigenständiges Handeln des Betroffenen keine Gefahr für ihn selbst und andere bedeuten. Technische Hilfsmittel und kleine Tricks können dieses Risiko minimieren und ein Leben in Sicherheit in den eigenen vier Wänden ermöglichen.
Vor diesem Hintergrund lädt die Ingenium-Stiftung Ingolstadt, in Kooperation mit der Alzheimer Gesellschaft Ingolstadt e.V.
und der Stadt Ingolstadt,  alle Interessierten zum diesjährigen Fachtag „Daheim statt Heim“ ein.

 

INHALTE
Wohnen mit Demenz – mehr Selbstständigkeit, Lebensqualität und Sicherheit


• „Wohnraumanpassung und Wohnformen. Förder- und Umsetzungsmöglichkeiten“
Uwe Gutjahr


• „My home is my castle. Wohnraumgestaltung für Menschen mit Demenz“
Antje Holst


• „So vertraut wie möglich den Lebensraum sicher gestalten“
Silvia Berthold


• „Die Tovertafel – eine innovative Beschäftigungsmöglichkeit“
Sinan Can


• Podiumsdiskussion: „Einsatz von technischen Hilfsmitteln im Alltag – Wünsche und Erfahrungen von pflegenden Angehörigen“
Moderation: Anelise Golin Stampfer


• "Digitale Helfer bei Demenz. Demenz in einer digitalisierten Welt: Chance und Herausforderung"
Dr. Winfried Teschauer

Ausführliche Informationen zum Fachtag bzw. zu den einzelnen Themen und Referenten entnehmen Sie bitte unserem Faltblatt:

Für Ihre Anmeldung verwenden Sie bitte das unten stehende Formular.

Anmeldeformular_Fachtag 2019.pdf
PDF-Dokument [323.5 KB]

Rücksendung per Fax an: 0841 - 88 54 61 29 oder E-Mail an: info@ingenium-stiftung.de

Lebenshilfe übernimmt Zentrum in der Blücherstraße

bereits ab Juli 2019 bis zu 40 Wohnplätze für Erwachsene mit Behinderungen

 

Gemeinsame Presseinformation

 

Die Ingenium-Stiftung und die Lebenshilfe Werkstätten der Region 10 GmbH haben sich auf eine Übernahme des Zentrums der Ingenium-Stiftung in der Blücherstraße 39 / Fauststraße 5 verständigt.

 

Mit dieser Übernahme des Zentrums wird es möglich, die aktuell bei der Lebenshilfe bestehende Knappheit an Wohnangeboten für Menschen mit Behinderung bereits in kurzer Zeit zu beheben. Denn in der Blücherstraße werden so voraussichtlich schon ab Juli 2019 bis zu 40 Wohnplätze für Erwachsene zur Verfügung stehen.

 

Das Angebot richtet sich in erster Linie an schwächere geistig behinderte Menschen. Da mindestens eine Wohngruppe für Rentner, also ehemalige Werkstättengänger, eingerichtet werden soll und Demenzerkrankungen auch bei älteren Menschen mit Behinderung auftreten, wird auf diese Weise direkt an die bisherige Nutzung des Gebäudes angeknüpft.

 

Die Lebenshilfe hat die für eine weitere Nutzung notwendige Konzeption bereits erarbeitet.

 

„Es war uns wichtig, eine zukünftige Nutzung der Liegenschaft im gemeinnützigen Bereich, idealerweise für ältere Menschen, sicherzustellen. Mit der Lebenshilfe als starker und im sozialen Segment fest verankerter Selbsthilfeorganisation haben wir den idealen Partner gefunden!“ sagt Dr. Winfried Teschauer, der für die Entwicklung des Gebäudes zuständig war, das für seine Umgebungsgestaltung mehrfach bundesweit ausgezeichnet wurde.

 

Ingolstadt, 11.02.2019

 

Peter Koch                                                        Dr. Winfried Teschauer

Lebenshilfe Werkstätten                                                  Ingenium-Stiftung
            der Region 10

 

 

Start der Schulung für Angehörige und Freunde von Demenzkranken: 7. Februar 2019

Die Alzheimer Gesellschaft Ingolstadt e.V. und die Ingenium-Stiftung Ingolstadt bieten im Frühjahr 2019 erneut eine Schulung für Angehörige und Freunde von Menschen mit Demenz an.

Start des Kurses ist am Donnerstag, 7. Februar 2019 um 18 Uhr. An insgesamt elf Schulungstagen werden wichtige Inhalte rund um das Thema „Demenz“ behandelt.

Ziel der Schulung ist es, neben einem fundierten Wissen über Entstehung, Verlauf und Behandlung der Erkrankung auch unterschiedlichste Handlungsstrategien zu vermitteln. So werden neben rechtlichen Fragestellungen zu Leistungen, Pflegegraden, Vorsorgevollmacht etc. auch Biografie-Arbeit und Kommunikation sowie wertschätzender Umgang, Berührungen, Tod und Sterben behandelt. Darüber hinaus nehmen die Selbstreflexion der eigenen Rolle und Möglichkeiten zur persönlichen Entlastung - sowohl für Angehörige als auch für Helfer – im Kurs einen hohen Stellenwert ein.

Der Kurs endet am Samstag, 13. April 2019 mit der Aushändigung des Zertifikates.

Veranstaltungsort sind die Räume der Alzheimer Gesellschaft Ingolstadt im Zentrum der Ingenium-Stiftung, Fauststraße 5, 85051 Ingolstadt.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Die Kurse sind kostenlos, jedoch ist eine regelmäßige Teilnahme für die Anerkennung des Kurses durch das Staatsministerium für Gesundheit und Pflege verpflichtend.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Alzheimer Gesellschaft Ingolstadt: www.alzheimer-gesellschaft-ingolstadt.de.

Start der AOK Schultour Demenz ab Oktober 2018

Ingenium-Stiftung ist mit dabei

Foto: AOK Bayern

Um Kinder und Jugendliche für das Thema Demenz zu sensibilisieren und mehr Verständnis für Betroffene zu schaffen, hat die AOK Bayern gemeinsam mit der Alzheimer Gesellschaft Deutschland, Landesverband Bayern e.V. in Zusammenarbeit mit der Ingenium-Stiftung die „Schultour Demenz“ ins Leben gerufen. Christina Derr, Gerontologin der Ingenium-Stiftung, hat hierfür ein zielgruppengerechtes Unterrichtskonzept entwickelt, geeignete Ma­te­­ria­lien zusam­mengestellt und ein Booklet entworfen. Denn inzwischen gehört es zur Realität, dass auch Kinder und Jugend­liche mit dem Thema Demenz konfrontiert werden, weil z.B. die Groß­el­tern erkranken und die Eltern oft­mals die Pflege übernehmen.  Hinzukommt, dass insbesondere Kinder und Jugendliche unsicher im Um­gang mit an Demenz erkrankten Personen sind. Daher besuchen Christina Derr und Dr. Winfried Teschauer 8. und 9. Klassen in verschiedenen Schulen Bayerns, um Aufklärungsarbeit zu leisten und für Fragen zur Verfügung zu stehen.

Unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende

Auch schon mit einer kleinen Spende über 5 € helfen Sie uns weiter.

Natürlich können Sie uns Ihre Spende auch auf dem klassischen Weg zukommen lassen. Genaueres finden Sie hier.

Unser Imagefilm

Druckversion Druckversion | Sitemap
© Ingenium-Stiftung