Arten von Demenz

Alzheimer Demenz
Langsam fortschreitender Verlust von Nervenzellen im Gehirn. Betroffen sind vor allem die Schläfen- und Scheitellappen, die für Gedächtnis, Sprache und Orientierung wichtig sind. Beginnt meist schleichend und entwickelt sich langsam aber stetig über einen Zeitraum von mehreren Jahren.

Vaskuläre Demenzen (gefäßbedingte Gehirnschädigung)
entstehen durch Veränderungen (meist Verengungen) im Bereich der hirnversorgenden Blutgefäße, meist der kleinen Arterien. Dadurch werden Teile des Gehirns nicht mehr ausreichend versorgt, es kommt zu Defekten (kleinen Infarkten) und zur Schädigung von Nervenfasern. Meist liegt der Beginn im späteren Lebensalter.

Lewy-Body-Demenz (LBD)
Verlust von Nervenzellen durch Zusammenballung des Proteins α-Synuklein (Lewy-Körperchen) im Zellinnern. Aufgrund der betroffenen Hirnareale kommt es zu einer Kombination von Bewegungsstörungen und kognitiven Beeinträchtigungen. Die LBD ist einer Parkinson-Erkrankung mit Demenz ähnlich, so dass die Abgrenzung der beiden Erkrankungen sehr schwierig ist.

Frontotemporale Demenz
Regional bedingte Ausfälle von Nervenzellen im Stirnhirn und im vorderen Teil des Schläfenlappens. Ist vor allem das Stirnhirn betroffen, entstehen ausgeprägte Verhaltensänderungen. Bei Schädigungen des Schläfenlappens kommt es zu verschiedenen Veränderungen der Sprache. Der Krankheitsbeginn liegt meist vor dem 65., selten nach dem 75. Lebensjahr.

Parkinson-Erkrankung mit Demenz
Die Parkinson-Erkrankung ist keine Demenzerkrankung, das Risiko, im späten Krankheitsstadium eine Demenzerkrankung zu entwickeln, ist aber erhöht. (siehe Lewy-Body-Demenz / LBD)

Chorea Huntington-Erkrankung
ist eine seltene Erbkrankheit und geht mit dem Zerfall von Gehirnzellen einher, was im Spätstadium zu einer Demenz führen kann. Der Krankheitsverlauf kann sich über 15-20 Jahre erstrecken. Das Alter bei Erkrankungsbeginn liegt im Durchschnitt bei 35-45 Jahren.