Wohlbefinden und Geborgenheit für Demenzkranke

 

Die Ingenium Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, die Versorgung Betroffener und deren Angehöriger zu fördern und zu verbessern. Die vordringlichen Aufgaben sieht die Stiftung in der:

  • Förderung der Akzeptanz der Krankheit,
  • Entlastung von Angehörigen Betroffener,
  • Etablierung zukunftsweisender Betreuungs- und Wohnformen,
  • Durchführung und Förderung von wissenschaftlichen Arbeiten und Tagungen zum Thema Demenzen im Alter,
  • Entwicklung von neuen Wohn- und Pflegekonzepten,
  • Aus-, Fort- und Weiterbildung von u.a. Ärzten, Apothekern, Pflegepersonal, Angehörigen und Ehrenamtlichen.

Die Anzahl der Menschen mit Demenzerkrankungen und auch deren Anteil an der Bevölkerung nimmt aufgrund der demographischen Entwicklung stetig zu. Die Auftretenswahrscheinlichkeit (Prävalenz) von mittleren und schweren Formen von Altersdemenzerkrankungen liegt für Menschen von 65 Jahren und älter bei 7,1% [Bickel, 2002]*. Für eine Stadt wie Ingolstadt mit ca. 122.000 Einwohnern beträgt die Anzahl der über 65jährigen ca. 22.000 Menschen. Damit ist alleine in Ingolstadt mit mehr als 1.560 mittelschweren und schweren Demenzerkrankungen zu rechnen.

 

Im Verlauf der Krankheit verfallen die intellektuellen Fähigkeiten der Betroffenen bis hin zur völligen Hilflosigkeit bzw. Pflegebedürftigkeit und schließlich zum Tod.

Der Verlust der intellektuellen Fähigkeiten macht - im Gegensatz zur Pflegebedürftigkeit bei körperlichen Behinderungen -  bereits im mittleren Stadium eine umfassende Betreuung und Beaufsichtigung notwendig, die die Pflegenden sehr belastet. Für die Betroffenen ist eine Umgebung, die Geborgenheit und Halt in einer  weitestgehend unverständlichen Welt bietet, von grundlegender Bedeutung.

 

*Bickel, Horst: Stand der Epidemiologie in Weißbuch Demenz, Hallauer, J. F. und Kurz, A. (Hrsg.), Thieme Verlag, 2002, S. 10-14

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