Gegen das Vergessen:

Fitnesstest zum Welt-Alzheimertag

Ingolstadt, 21.09.2019, Klenzepark

Im Zuge des Welt-Alzheimertages präsentiert sich die Ingenium-Stiftung in Zusammenarbeit mit der Alzheimer Gesellschaft Ingolstadt im Klenzepark beim Exerzierhaus unter anderem mit einem Test zur Alltagstauglichkeit. „Dieser Test dient nicht dazu, eine Demenz festzustellen, sondern um zu sehen, wie gut Senioren und Seniorinnen noch in der Lage sind, Alltagssituationen eigenständig zu meistern,“ so Christina Derr, die wissenschaftliche Leiterin der Stiftung. „Der Test besteht aus verschiedenen Übungen, die Aufschluss darüber geben sollen, wie es um die eigene Fitness, Kraft und das Gleichge-wicht bestellt ist. Denn genau diese Kraft- und Gleichgewichtsfähigkeit ist vor allem im Alter wichtig, um sich sicher im Alltag zu bewegen.“

 

So geht es beim Fitnesstest zum Beispiel darum, ohne sich festzuhalten für zehn Sekunden die Balance zu halten. Schwieriger wird die gleiche Aufgabe, wenn die Füße nicht mehr eng nebeneinander oder hüftbreit auseinander, sondern versetzt voreinander stehen. Wer diese Übungen mit Bravour meistert, kann im Anschluss noch seine Kräfte messen, wenn es darum geht, mit ineinander verschränkten Armen ohne fremde Hilfe von einem Stuhl aufzustehen.

 

Klangkissen verschaffen Ruhepausen vom Alltag

 

Nach so viel körperlicher Anstrengung helfen die Klangkissen, die in den Wohngemeinschaften der Ingenium-Stiftung zum Einsatz kommen, den fleißigen Sportlern zur Ruhe zu finden. Diese Kissen wurden ursprünglich speziell für an Demenz erkrankte Menschen entwickelt, kommen mittlerweile aber in vielen Lebensbereichen zum Einsatz. Die Handhabung ist denkbar einfach, denn die Kissen werden mittels Berührung zum Leben erweckt. Einmal aktiviert, vibrieren die Kissen gleichmäßig und spielen beruhigende Klänge.

 

„Inseln der Erinnerung“ soll sensibilisieren

 

Bei den weltweit 46 Millionen an Demenzerkrankungen leidenden Menschen verblassen die Erinnerungen nach und nach, zurück bleibt oft nur noch Leere. Für Außenstehende ist dies oft unvorstellbar. Die Präsentation „Inseln der Erinnerung“ setzt genau an diesem Punkt an. Die wechselnden Fotos beschreiben anschaulich die Situation von Demenzkranken: Vertrautes und Erlebtes versinkt im Meer des Vergessens. Fixpunkte wie Erinnerungen an Gerüche, Lieder, vertraute Tätigkeiten und Gefühle wirken wie ein Anker. Dabei spielen ein wertschätzender Umgang und die richtige Umgebung eine große Rolle und könne so den Betroffenen wieder ein Stück Lebensqualität zurückbringen. „Uns geht es in erster Linie darum, auf die Situation der Demenzkranken aufmerksam zu machen und Verständnis zu wecken. Entgegen der leider weit verbreiteten negativen Meinung - die können sowieso nichts mehr - zeigen die Bilder, dass Demenzkranke sehr wohl noch Ressourcen und Möglichkeiten haben und somit trotz ihrer Erkrankung ein glückliches Leben führen können,“ so Christina Derr.

 

Der Aktionstag im Klenzepark beginnt am 21. September um elf Uhr, der Eintritt ist frei.

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