Die Rolle der Angehörigen

Die Mieter unserer Wohngemeinschaften sollen ihrem Wunsch nach persönlicher Alltagsgestaltung und Selbstbestimmung jederzeit nachgehen können. Hohe Lebensqualität und ein positives Selbstwertgefühl sind Grundbedürfnisse eines jeden. Besonders bei Menschen mit Demenz stellt die Erfüllung dieser Grundbedürfnisse eine große Herausforderung dar.

 

Sind Mieter nicht mehr in der Lage, sich selbst vertreten zu können, werden ihre Rechte, Wünsche und Pflichten von ihren gesetzlichen Vertretern (Angehörige, Berufsbetreuer) wahrgenommen und umgesetzt.

 

In regelmäßigen gemeinschaftlichen Besprechungen der Mitglieder der einzelnen Wohngemeinschaften (Mieter, Angehörige bzw. gesetzliche Betreuer) und eventuell weiterer Akteure (Vermieter, Pflegedienst, Moderation) werden die Belange und Wünsche der Mieter angesprochen, um diese möglichst schnell verwirklichen zu können.

 

Aus diesem Grund soll zusammen entschieden werden, wie das Gemeinschaftsleben organisiert und gestaltet werden kann, um jedem Mieter so weit wie möglich gerecht zu werden. Neben organisatorischen Aspekten bietet die Gruppe der Angehörigen sowohl der Wohngemeinschaft selbst als auch jedem Einzelnen weitere Vorteile gegenüber z. B. einer stationären Unterbringung oder der Versorgung zu Hause:

 

  •  gegenseitige Entlastung bei den Aufgaben und der Verantwortung
  •  gegenseitiger Schutz vor Überlastung und Überforderung der Beteiligten
  •  Entwicklung von Ideen und gemeinsamen Lösungsmöglichkeiten
  •  Erleben und Ausprobieren von Neuem in der Gemeinschaft
  •  Stärken und Empfinden von Gemeinschaftsgefühl
  •  Mitwirkung, Mitbestimmung und Einflussnahme im Bezug auf die Versorgung durch den Pflegedienst