Die Idee dieser speziellen Wohngemeinschaften ist der grundlegende Wechsel der Perspektive: Eine Gruppe von Menschen, die ihr Leben alleine nicht mehr meistern können, mieten gemeinsam geeignete Räumlichkeiten.

 

Jeder Mieter verfügt über ein eigenes Zimmer - sein ganz individuelles Reich. In gemeinsam genutzten Räumen besteht die Möglichkeit, in geselliger Runde den Tag zu erleben. Gemeinsames Tun im Alltag ist nicht nur die Basis des Lebens in der Wohngemeinschaft, sondern vermittelt auch den Charakter des familiären Zusammenlebens.

 

Alltagsvertrautheit, Normalität und individuelle Lebensgestaltung sind die Säulen des Konzepts, das die Ingenium-Stiftung als Initiator der Wohngemeinschaft entwickelt hatte. Selbstständigkeit und Selbstbestimmung der einzelnen Mieter stehen dabei im Vordergrund.

 

Die Mieter der Wohngemeinschaft sind es, die sich ihr individuelles Paket an Pflege- und Betreuungsleistungen selbst zusammenstellen und in der Regel einen qualifizierten Pflegedienst damit beauftragen.

 

Angehörige erfahren durch die mit dem Pflegedienst geteilte Verantwortung eine Entlastung ihrer Pflegesituation, können jedoch den Alltag weit umfangreicher mitbestimmen als im Heim. 

 

Die Wohnräume - gemütlich und auf Demenzerkrankte abgestimmt

Der Mieter verfügt über seinen privaten Schlaf- und Aufenthaltsraum mit einer Größe von ca. 15 m². Das von der Ingenium-Stiftung entwickelte Konzept sieht vor, dass dieser Privatraum vor allem dem Rückzug dient. Natürlich ist dieses eigene Reich mit den selbst mitgebrachten Möbeln aus der

alten Wohnung ausgestattet. Je mehr Spuren von Gebrauch und “Patina” die  Einrichtungsgegenstände aufweisen um so besser. Schließlich sollen auch sie eine Basis des Biographiekonzeptes sein.

 

Das Zentrum der Wohngemeinschaft aber bilden die gemeinsam genutzten Räume: die Küche, das Ess- und das Wohnzimmer. Hier kann jeder Mieter die sozialen Kontakte in dem Umfang finden, wie sie seiner momentanen Stimmung entsprechen. Die gemeinsam genutzten Räume sind über einen großzügigen Flur von jedem Zimmer aus unmittelbar erreichbar. Der Flur ist so gestaltet, dass er auch Demenzkranken mit größerem Bewegungsdrang die Möglichkeit eröffnet, diesen auszuleben.

 

Die Küche verfügt über einen zentralen Vorratsraum, eine “Speis”. Ein gemeinsam genutzter Raum steht für Besuche von Angehörigen oder zum Zurückziehen zur Verfügung.

 

Für die Mieter stehen zwei großzügige Bäder zur Verfügung, die behindertengerecht ausgestattet sind. Wer gerne duscht, kann die barrierefreien Duschtassen nutzen, die mit Haltegriffen ausgestattet sind.

 

Vom Ess- und Wohnzimmer aus geht der Blick auf die Terrasse und in den Garten. Beide sind barrierefrei über die Balkontüren zu erreichen und laden zum Aufenthalt im Freien ein.

 

 

 

 

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